Erlebniskompass Gewinnertreffen

«Die richtige mentale Einstellung ist wichtig»

Zur Boulder-Lektion mit Noemi Langenkamp, organisiert von der Sporthilfe Schweiz, durfte die Gewinnerin Franziska Schneider auch ihre Kollegin Olivia mitnehmen. Im Interview erzählen sie, welche Herausforderungen im Klettersport warten und warum sie auch in Zukunft dranbleiben.

Erzählt mal, wie hat euch die Boulder-Lektion gefallen?
Franziska: Die Boulder-Lektion hat uns sehr gut gefallen. Wir wurden auch gleich vom Klettervirus gepackt und haben viel Motivation getankt, um weiterhin dran zu bleiben.

Und wie haben sich die beiden geschlagen?
Noemi: Es hat mir Spass gemacht, diese Lektion zu geben. Franziska und Olivia waren sehr motiviert und interessiert. Ich bin überrascht, wie schnell beide meine Hilfestellungen umsetzen konnten, obwohl sie bisher noch nicht so viel Erfahrung im Klettern haben. Und es ist schön, zu sehen, dass es beide schnell gepackt hat.

Was hat euch besonders beeindruckt?
Franziska: Man sieht Noemi ihre Begeisterung und die Freude am Klettern an. Es ist eine grosse Hilfe, wenn ein Profi so eine Route vorklettert. Noemi hat einen schönen Kletterstil und viel Kraft. Extrem spannend auch, wie viel ein kleiner Tipp – z.B. wie man den Fuss richtig hinstellt – gleich ausmacht.

Gibt es noch weitere Profitipps?
Noemi: Es ist sehr wichtig, dass man vor jedem Zug, den man macht, einen guten Stand sucht. Zudem ist es immer gut, wenn man Schwung nutzen kann und nicht zu viel Kraft einsetzen muss.

Hattet ihr zwei davor bereits Erfahrung im Klettern?
Franziska: Ich hatte bisher keine Klettererfahrung, ausser ein paar Versuchen an Klettersteigen.
Olivia: Ich habe vor rund einem Jahr mit Klettern begonnen und bin ab und an auch in der Kletterhalle anzutreffen.

Noemi, was gefällt dir am meisten an dem Sport?
Noemi: Die Vielfalt am Klettern gefällt mir sehr. Zudem hat es etwas Spielerisches, und wenn man Sprünge in der Route hat, macht das Spass. Die richtige mentale Einstellung sowie ein gutes persönliches Umfeld sind wichtig dabei.

Franziska, was unternimmst du sonst in deiner Freizeit?
Franziska: Ich mag Velofahren, Joggen, Wandern oder Schwimmen.

Und welche Herausforderungen warten auf dich, Noemi?
Ich mache jetzt weniger Wettkämpfe und habe nun Zeit, mich in der Disziplin Lead zu verbessern. Früher habe ich mich vor allem auf das Bouldern und die Speed-Disziplin fokussiert. Und ich nutze mein GA, um in die verschiedenen Kletterhallen und Klettergebiete in der Schweiz zu reisen.


«Für Erfolg braucht es viel harte Arbeit»

Isabelle war die glückliche Gewinnerin einer Trainingseinheit im BMX mit Kilian. Im Doppelinterview erzählen die beiden, wie schweisstreibend das Treffen war und was es zum BMX-Profi so braucht.

Kilian, Hand aufs Herz, wie hat sich Isabelle geschlagen?
Kilian: Super! Isabelle hat mich positiv überrascht. Sie ist sogar einmal gesprungen und ist nie gestürzt. An der Kondition und Technik muss sie aber noch etwas arbeiten (schmunzelt).

Und wie war es für dich Isabelle, so an der Seite eines unerschrockenen BMX-Fahrers?
Isabelle: Die Sprünge von Kilian und den Jungs sind einfach unglaublich! Mir wurde rasch klar, dass es einiges an Ausdauer und Technik braucht. Morgen grüsst sicherlich der Muskelkater.

Kilian, was hat dich an Isabelle beeindruckt?
Kilian: Sie soll weiter Velofahren und mit dem BMX-Sport beginnen. Furchtlos genug ist sie allemal.

… und dich an Kilian?
Isabelle: Seine Motivation. Jeden Tag fährt er nach der Arbeit von Saint-Aubin nach Morges, um noch zwei bis drei Stunden zu trainieren. Ausserdem bewundere ich seine Kondition.

Was unternimmst du sonst in deiner Freizeit?
Isabelle: Im Winter bin ich so oft wie möglich mit dem Snowboard auf der Piste. Zudem spiele ich Viola und Violine.

Kilian, was ist dein Erfolgsrezept im Sport?
Kilian: Niemals aufgeben («Jamais baisser les bras»)! Um erfolgreich zu sein, braucht es eine hervorragende Technik und viel harte Arbeit. Das bedeutet jeden Tag zu trainieren und immer das Beste zu geben.

Gab es auch Rückschläge, bei denen dir dein Motto zugutekam?
Kilian: Ich hatte im letzten Jahr eine schwere Verletzung (Hüftluxation) und musste acht Monate pausieren. Mein Arzt meinte sogar, ich könne nicht mehr BMX fahren. Aber ich liess den Kopf nicht hängen und konnte dieses Jahr mit dem 3. Platz an den Junioren-Weltmeisterschaften eine starke Antwort geben.

Zurück zu dir Isabelle, mit welcher Idee hast du eigentlich am Wettbewerb teilgenommen?
Isabelle: Ich habe ein Foto zum Thema «Alpenglühen» geknipst und mit etwas Glück gewonnen.

Was sind eure nächsten Vorhaben?
Isabelle: Was ich als nächstes mit dem Erlebniskompass vorhabe, steht noch aus.
Kilian: Auf mich wartet die Qualifikation zur nächsten Junioren-Weltmeisterschaft.


«Tanja konnte fast alle Bälle fischen»

Dass es für Beachvolleyball viel Technik braucht, erfuhr Pietro aus erster Hand von Nachwuchssportlerin Tanja Hüberli. Als glücklicher Gewinner der Monatschallenge «Adrenalin» durfte er mit ihr trainieren. Wie er sich so schlug, erzählen die beiden im Doppelinterview.

Pietro, wie war das Training mit einer Nachwuchssportlerin?
Pietro: Es hat viel Spass gemacht. Wir haben fast immer gewonnen (lacht).

Wirklich? Hast du etwa dein Talent für Beachvolleyball entdeckt?
Pietro: Tanja konnte fast alle Bälle fischen, egal wie unpräzise ich sie gespielt habe. Bei ihr sieht es so einfach aus.
Tanja: Es ist spannend zu sehen, wie schnell man mit den richtigen Tipps Fortschritte macht.

Welche Tipps hast du Pietro denn mit auf den Weg gegeben?
Tanja: Dass er weniger mit den Fingerspitzen spielt. Das ist im Beachvolleyball tabu. Er muss die Spannung in der Hand erhöhen, dann kommt es gut.
 

Was ist dein persönliches Erfolgsrezept?
Tanja: Man muss stets fokussiert und handlungsorientiert  sein. Auch ich bin nicht jedes Mal gleich motiviert. Man darf sein Ziel jedoch nicht aus den Augen verlieren und muss tagtäglich darauf hinarbeiten.

Wie sieht es bei dir aus, Pietro – welche Sportarten betreibst du, wenn du nicht Beachvolleyball spielst?
Pietro: Ich spiele gerne Squash, Fussball, fahre Mountainbike und Snowboard. Es macht mir Spass, verschiedene Sportarten auszuüben.


Wie hast du die Jury am Wettbewerb überzeugt?
Pietro: Ich habe zum Thema «Adrenalin» ein Video eingeschickt.

Was kommt als nächstes auf euch zu?
Pietro: Derzeit absolviere ich ein Praktikum im Tessin. Danach ziehe ich wieder nach Zürich, um mein Studium zu beenden. Dort sind auch all meine Freunde. Ich besuche sie oft und brauche das Gleis 7, um hin- und herzupendeln.
Tanja: Unser Coach will die Technik ändern. Da kommt ein grosses Stück Arbeit auf uns zu. Ich freue mich auf diese Herausforderung.